JOHANNES STEINIGER

Mitglied des Deutschen Bundestages


Fr. 28.02.20

Leandra Götz: Eine Woche in Washington D.C.

Vom 16.-22. November 2019 war ich auf dem Civic Education Workshop. Am 17. habe ich mich um 3 Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen in Kalamazoo gemacht und traf dort schon andere Leute, mit denen ich geflogen bin. Zusammen ging es dann nach Chicago und von dort weiter nach Washington D.C.  Im Hotel angekommen wurden wir super lieb willkommen geheißen. Wir wurden in die Grundregeln eingewiesen, haben zu Mittag gegessen, alte Freunde von der VBT getroffen, neue Leute kennengelernt, viel erzählt und haben in unsere Zimmer eingecheckt. Abends, als fast alle da waren (wir sind alle zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Flügen angekommen), gab es Abendessen und noch ein paar Infos, bevor wir mit unserem ersten Workshop zum Thema Leadership angefangen haben. Um 10 Uhr mussten wir in unsere Zimmer und leise sein.

Montag, 18. November

Morgens um 8 Uhr gab es Frühstück, wonach es auch schon direkt nach Capitol Hill ging. Dort bekamen wir alle Gebäude und den Aufbau von Capitol Hill erklärt und sahen uns die Gebäude von außen an.

Es war super interessant, mehr Informationen über die Gebäude und die Geschichten zu erhalten. Ich hatte sehr viele Ahhhh Momente, in denen ich Informationen aus dem Geschichtsunterricht mit diesen Infos verbinden konnte.  Dann ging es für uns in das Newseum. Nach einem Workshop zum Thema Fakenews haben wir uns noch das Museum angeguckt, in dem viel zu den Themen Universal Rights, Free Speech und Free Press ausgestellt und erklärt wurde. Bevor es zum Abendessen ging, hielten wir bei unserem ersten Monument für die Woche an. Dem Franklin D. Roosevelt Memorial. Unser Gruppenleiter erzählte und erklärte uns viel und auch hier hat sehr viel Sinn gemacht, da ich im US Geschichtsunterricht schon davon gehört hatte. Nach dem Abendessen ging es zurück ins Hotel. Dort angekommen hatten wir einen Workshop zu dem Thema, wie man am besten ein neues Projekt, eine Organisation oder einfach einen kleinen Gedanken verwirklicht. Danach wurden wir auf den Besuch in der deutschen Botschaft am nächsten Tag vorbereitet, bis wir dann um 10 (endlich) in unsere Zimmer mussten. Der Tag war anstrengend und wir hatten keine Freizeit. Dem entsprechend, war ich froh als ich im Bett lag.

Dienstag, 19. November

Morgens nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur deutschen Botschaft. Dort angekommen standen wir das erste Mal, seit wir hier sind wieder auf „deutschem Boden“. Wir hatten eine Simulation zum Thema Flüchtlinge und sprachen dann mit Politikern zum Thema Ausland und Kulturellem Austausch und konnten Fragen stellen. Danach ging es für uns in das National Museum of African American History and Culture. Dort sind wir in Kleingruppen rumgelaufen und konnten uns angucken, was uns interessiert. Ich habe einiges Neues gelernt. Bevor es wieder zum Abendessen ging haben wir das Jefferson, Lincoln und Martin Luther King Memorial besichtigt. Nach dem Abendessen ging es noch nicht zurück ins Hotel. Wir sahen das Weiße Haus von außen an und lernten wieder mal sehr viele interessante Fakten dazu. Nach diesem Halt ging es dann zurück ins Hotel. Dort habe wir unsere individuellen Pläne für den nächsten Tag -den Capitol Hill Tag bekommen und wurden eingewiesen.

Mittwoch, 20. November

Dieser Tag war wohl der entspannteste, aber auch interessanteste in der ganzen Woche. Wir hatten unseren eigenen individuellen Plan mit Meetings mit unseren Representatives und Senators. Ich hatte mein erstes Meeting um 10:30 mit meinem Representative.  Davor habe ich mir die Library of Congress angeschaut, die in einem sehr schönen Gebäude ist. Danach machte ich mich auf den Weg zu meinem Meeting mit Fred Upton, dem Zuständigen von meinem Distrikt in Michigan. Zuerst haben wir mit seinen Mitarbeitern geredet und dann konnten wir sogar mit ihm persönlich reden und Fragen stellen.

Zwischen diesem und meinem nächsten Meeting hatte ich eine Weile Zeit, die ich aber gut genutzt habe und mir den Dom vom U.S. Capitol Building und den Senat Saal angeschaut habe.

Nach dem Mittagessen trafen sich alle CBYX Austauschschüler aus Michigan mit den Mitarbeitern von Debbie Stabenow, der einen Senatorin von Michigan, und führten mit diesen sehr interessante Gespräche. Der Supreme Court durfte natürlich nicht fehlen. Dementsprechend sah ich mir das Gebäude nach meinem Meeting noch an, bevor ich mich wieder mit der ganzen Gruppe im Botanischen Garten traf. Alle Gebäude auf Capitol Hill sind sehr schön und es war toll die Möglichkeit zu haben, sich das alles anzugucken und mit so wichtigen Leuten zu reden. Nachdem wir uns den Botanischen Garten angeguckt hatten aßen wir zu Abend und sind dann zu einem NBA Game gegangen.

Donnerstag, 21. November

Am Morgen stellten wir alle unsere Projektideen und Möglichkeiten, diese zu verwirklichen, vom ersten Tag den anderen Gruppen vor. Dann ging es mit der Metro zu den National Archives. Dort sahen wir uns die originalen Papiere der Decleration of Independence, Constitution of the United States und the Bill of Rights an. Danach ging es zum letzten Museums Besuch in das Smithsonian Museum of American History. Zurück im Hotel hatten wir einen letzten Workshop und haben dann unsere Dokumente und Tickets für die Rückreise bekommen.

Dann war es auch schon so weit und der letzte Abend stand vor der Tür. Wir hatten ein sehr leckeres Abendessen in unserem Hotel und dann eine „Party“. Den Rest des Abends haben wir damit verbracht zu reden und uns zu verabschieden.

Freitag, 22.November: Um 3 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und es ging zurück nach Hause.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich sehr viel Neues in dieser Woche gelernt habe, was mir auch in meinem weiteren Leben helfen wird und dankbar für jede einzelne Minute bin. Ich hatte einen sehr guten Gruppenleiter, der uns sehr viel beigebracht hat.  Die Woche war sehr gut geplant, auch wenn es sehr stressig war. Was mir auch sehr aufgefallen ist: Washington D.C. ist eine sehr saubere Stadt. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön, da ich ohne das PPP gar nicht diese Woche hätte erleben können.

Die amerikanische Holiday Season

Nach dem letzten Bericht hat die Holiday Season angefangen. Halloween wird hier definitiv größer zelebriert. Es waren fast alle Häuser dekoriert und an Halloween bin ich mit Freunden in ein haunted House gegangen und war auch auf zwei Halloween Partys. Eine mit Austauschschülern aus meiner Nachbarstadt und eine mit Schulfreunden.

Nach Washington D.C. habe ich mein erstes Thanksgiving gefeiert.  Mein Thanksgiving Tag bestand daraus, dass wir das Thanksgiving Abendessen gekocht haben und dann als Familie gegessen haben. Zum Abendessen haben wir Ham/ Schinken (als Ersatz für Turkey), Kartoffelbrei, Süßkartoffelbrei, Bohnen und Rosenkohl gekocht.

Am nächsten Tag ging es Black Friday shoppen. Viele Amerikaner gehen schon um 3AM los, da um diese Zeit an Black Friday die meisten Stores aufmachen. Ich bin mittags mit einer Freundin losgezogen und es waren immer noch sehr viele Leute unterwegs. Die meisten waren mit vielen Tüten beladen. Und dann stand auch schon ziemlich schnell Weihnachten vor der Tür.

Wir haben Family Christmas in der Woche vor dem 25. gefeiert und ein großer Teil der Familie ist zusammengekommen. Am 25. sind wir morgens aufgestanden und haben uns in unseren matching Pyjamas vor den Tannenbaum gesetzt und Geschenke ausgepackt. Der Rest des Tages war eher wie ein normaler Tag. Definitiv anders, aber eine tolle Erfahrung Weihnachten einmal anders zu feiern.

Was sonst so passiert ist

Basketball:

Seit den Tryouts im November spiele ich Basketball in meinem Schulteam. Wir haben täglich Training oder ein Spiel. Die Season ist inzwischen auch schon so gut wie vorbei. Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden hatte Basketball zu spielen, da es super viel spaß gemacht hat, mit meinem Team zu trainieren, besser zu werden und Games zu spielen. Außerdem war ich so deutlich mehr beschäftigt und war mehr unter Leuten.

Community Service:

Ich mache weiterhin Community Service, auch wenn ich seit ich angefangen habe Basketball zu spielen sehr beschäftigt bin. Außerdem habe ich im November 5 Präsentationen über Deutschland gehalten.

Band:

Meine Schule hat sich letztes Jahr mit der Symphony Band dafür qualifiziert bei der Michigan Music Conference spielen zu dürfen. Seit Juni 2019 lief die Vorbereitung und es waren Proben für diese Performance. Am 17. Januar war es dann endlich so weit, nach vielen Proben waren wir in Grand Rapids im DeVos Place und haben im Ballroom performt. Es war eine einzigartige Erfahrung! In der Halle hat es total schön geklungen und es war noch ein viel schönerer Sound, als in unserem Band room. Als Belohnung gab es in der Nächsten Woche Donuts im Unterricht 🙂 

Während der Basketball Season habe ich auch in unserer Pep Band, die während den Varsity games gespielt hat, Querflöte gespielt.         

Am 14. Dezember war an meiner Schule der Snowball/ Winter formal, was quasi ein Tanz ist und man sich schick anzieht. Hier habe ich zum ersten Mal Super Bowl geguckt, was sehr cool war, auch wenn ich Football immer noch nicht zu 100% verstehe.

Am 3. Februar hatten wir keine Schule, weil zu viele Lehrer und Schüler krank waren. Am 6. und 26. Februar hatten wir auch keine Schule, weil wir einen snow day hatten, was heißt, dass du viel Schnee liegt bzw. die Straßen zu gefährlich sind, um zur Schule zu fahren.

Danke, dass sie mir durch die Wahl zur Stipendiatin diese Chance gegeben haben! Jeder Tag hier ist eine Erfahrung und ich habe mich auf jeden Fall geändert seit ich hier bin, in positiver Art und Weise!

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